Monitoringstudien

Eine Vielzahl von Arzneimitteln zeichnet sich durch umfangreiche gesundheitsschädigende (Neben-)wirkungen aus, von denen nicht nur Patienten, sondern auch die mit diesen Substanzen umgehenden Beschäftigten (Ärzte, Apotheker, PTA’s, Pflegepersonal etc.) betroffen sind. Für den Bereich Zytostatika hat IUTA im Auftrag der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Zusammenarbeit mit dem IMSIE und IfAP e.V. Köln eine groß angelegte Monitoringstudie durchgeführt. Im Verlauf dieser MEWIP-Studie (Monitoring-Effekt-Studie für Wischproben in Apotheken) wurden in 130 Klinik- und Offizinapotheken über einem Zeitraum von zwei Jahren regelmäßig Wischproben zur Erfassung der Arbeitsplatzbelastung mit acht verschiedenen Zytostatika genommen und der expositionsreduzierende Einfluss eines Wischprobenmonitorings auf die Arbeitshygiene untersucht. Daneben wurden eine Vielzahl wichtiger Daten zu Räumlichkeiten, Verbrauchsmengen, Arbeitsweise, Sicherheitsstandards etc. erfasst, um anhand der Korrelation mit den Messwerten Mechanismen und Bedingungen der Entstehung und Verbreitung von Kontaminationen aufzuklären. Im Rahmen der MEWIP-Studie wurde der Nutzen eines regelmäßigen Monitorings zur Reduzierung von Oberflächenkontaminationen und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen gezeigt und ein substanzunabhängiger Orientierungswert für Oberflächenkontaminationen von 0,1 ng/cm2 abgeleitet.

Im internationalen Bereich wurden darauf aufbauend verschiedene Studien und Untersuchungen durchgeführt. Die MASHA-Studie (Research about Environmental Contamination by Cytotoxics and Management of Safe Handling Procedures) hatte darüber hinaus das Ziel die Situation zwischen Station und Apotheke zu vergleichen. Die festgestellten Unterschiede liegen vor allem an Unterschieden beim Schulungsstand der Mitarbeiter sowie der unterschiedlichen organisatorischen und technischen Situationen. Die Verbesserung der Arbeitssituation durch technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen (TOP-Prinzip) ist ein zentrales Anliegen des IUTA.

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Jochen Türk
tuerk@iuta.de
Tel. +49 20 65 / 418 – 179

Dr. rer. nat. Claudia vom Eyser
vomEyser@iuta.de
Tel. +49 20 65 / 418 – 190