Reduzierung von n-Hexan-Emissionen im Abgas von Ölmühlen
Ziel des Vorhabens war die Entwicklung und Erforschung geeigneter Verfahren, die eine Minderung von n-Hexan im Abgas von Ölmühlen unter den Grenzwert von 20 mg/m3 (i. N., tr.) ermöglichen, ohne den CO2-Footprint der Produkte signifikant negativ zu beeinflussen. Dazu wurden Katalyse-, Adsorptions-, Biofilter- und Plasmaverfahren durch umfangreiche Parameterstudien im Labor untersucht. Während Adsorptions- und Katalyseverfahren vielversprechende Ergebnisse zeigten, offenbarten Biofilter- und Plasmaverfahren große Hürden bei der Umsatzleistung unter zugleich hohem apparatetechnischen Aufwand. Aufgrund positiver Ergebnisse wurde die Katalyse mithilfe einer Pilotanlage an einer realen Ölmühle getestet und validiert. Auf Basis von Prozesssimulationen wurde der thermodynamisch ideale CO2-Fußabdruck für jeweils ein kommerzielles Katalyse- und Adsorptionsverfahren als zwei mögliche Prozesspfade zur n-Hexanminderung berechnet. Neben dem grundsätzlichen technologischen Nachweis der n-Hexanminderung unter den angestrebten Grenzwert konkretisieren die Projektergebnisse den Zielkonflikt zwischen der n-Hexanminderung und den damit verbundenen zusätzlichen CO2-Emissionen, die im Widerspruch mit der nationalen CO2-Minderungsstrategie stehen.

Foto: IUTA
Abschlussbericht:
Der Abschlussbericht (PDF-Datei) kann über folgendem Link heruntergeladen werden:
Download: Abschlussbericht n-Hexan-Minderung
Veröffentlichung:
„Minimierung der Lösemittelemissionen in der Abluft von Ölmühlen“, Staack, K., Bittig, M., Der Lebensmittelbrief – Ernährung Aktuell, Januar / Februar (2024): ISSN 1866-6787.
Förderhinweis:
Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Programms INNO-KOM „Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

