Reduzierung von n-Hexan-Emissionen im Abgas von Ölmühlen

Das Forschungsprojekt „Reduzierung von n-Hexan-Emissionen im Abgas von Ölmühlen“ wurde am Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V. erfolgreich abgeschlossen.

Ziel des Vorhabens war es, geeignete Verfahren zu untersuchen und weiterzuentwickeln, mit denen sich die n-Hexan-Konzentration im Abgas von Ölmühlen bis unter den Grenzwert (20 mg/m³) reduzieren lässt, ohne den CO₂-Fußabdruck der Produkte wesentlich zu erhöhen.

Im Rahmen des Projekts wurden Katalyse-, Adsorptions-, Biofilter- und Plasmaverfahren durch umfangreiche Parameterstudien im Labor untersucht. Insbesondere die Katalyse und die Adsorption erwiesen sich dabei als vielversprechende Ansätze. Die katalytische Abgasreinigung wurde zusätzlich mithilfe einer Pilotanlage unter realen Bedingungen in einer Ölmühle erprobt und validiert. Für je ein technisch angewandtes Katalyse- und Adsorptionsverfahren wurden zudem auf der Basis von Prozesssimulationen die thermodynamisch idealen CO₂-Fußabdrücke berechnet.

Die Projektergebnisse belegen die technische Machbarkeit einer n-Hexan-Minderung bis unter den angestrebten Grenzwert. Gleichzeitig verdeutlichen sie den Zielkonflikt zwischen der Reduzierung von n-Hexan-Emissionen und den zusätzlichen CO₂-Emissionen, die durch die Minderungsmaßnahmen entstehen. Dies stellt eine Herausforderung im Hinblick auf die nationalen Klimaschutzziele dar.

Mit dem Abschluss des Forschungsprojektes liegen wichtige Erkenntnisse zur Bewertung geeigneter Technologien zur Minderung von n-Hexan-Emissionen in Ölmühlen und zu deren Auswirkungen auf die CO₂-Bilanz vor.

Foto: IUTA

Projektlaufzeit: 01.07.2023 bis 30.04.2026
Forschungsinstitut: Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V.
Vorhaben-Nr.: 49VF220024

Abschlussbericht:

Der Abschlussbericht kann über den folgendem Link heruntergeladen werden:

Download: Abschlussbericht n-Hexan-Minderung (PDF-Datei)

Veröffentlichung:

„Minimierung der Lösemittelemissionen in der Abluft von Ölmühlen“, Staack, K., Bittig, M., Der Lebensmittelbrief – Ernährung Aktuell, Januar / Februar (2024): ISSN 1866-6787.

Förderhinweis:

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Programms INNO-KOM „Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.