Profil

Das IUTA ist ein Forschungsinstitut im Bereich der Energie- und Umwelttechnik und bildet die Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung.

Ziele der Forschung sind sowohl die Gewinnung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden als auch der Transfer der Erkenntnisse in die Praxis, beispielsweise durch konkrete Produkt- und Verfahrensentwicklungen.

Die ca. 120 Mitarbeiter/-innen arbeiten hauptsächlich an anwendungsorientierten F&E-Projekten mit Industrie-Partnern. Zur Unterstützung der anwendungsnahen Forschung werden zudem grundlagenorientierte Projekte mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Die Arbeitsgebiete lassen sich den folgenden vier Leitthemen zuordnen:

  • Aerosole & Partikel
  • Luftreinhaltung & Gasprozesstechnik
  • Ressourcen & Energie
  • Analytik & Messtechnik

Aufgrund der Bandbreite und Komplexität werden die Projekte in der Regel von interdisziplinären Teams von Mitarbeiter/-innen mit Spezialkenntnissen in Maschinen- und Anlagenbau, Energietechnik, Verfahrenstechnik, Chemie, Analytik, Mess- und Regelungstechnik bearbeitet. Das IUTA verfügt über eine umfangreiche gerätetechnische Ausstattung und z. T. über einzigartige Technikumsanlagen, die aufgrund ihrer Dimensionierung einen sicheren Scale up auf industrielles Prozessniveau gestatten. Komplettiert wird die Ausstattung des Instituts durch eine umfangreiche Analytik zur chemischen Charakterisierung von Substanzen bzw. Schadstoffen. Für die Forschungsarbeiten und -anlagen stehen ca. 2.680 m² Büro- und Laborflächen und 5.200 m² Technikumsflächen zur Verfügung.

Das Institut ist in diverse regionale, nationale und internationale Netzwerke eingebunden. Es ist ein An-Institut der Universität Duisburg-Essen, mit der es vielfältig kooperiert. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) initiiert und organisiert das IUTA Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) für das Gebiet der Energie- und Umwelttechnik. Als Gründungsmitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) ist das IUTA darüber hinaus wichtiger Bestandteil der Forschungsgemeinschaft des Landes NRW.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit bietet das IUTA zu allen verfahrenstechnischen und analytischen Fragestellungen Dienstleistungen an. Das Portfolio reicht von Machbarkeitsstudien, Gutachten, Prozessentwicklungen, messtechnischer Begleitung von Untersuchungen an IUTA eigenen und externen Anlagen bis zu Auftragsanalysen. Darüber hinaus nimmt das IUTA Dokumentations- und Informationsaufgaben wahr und dient der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Energie- und Umwelttechnik. Dies geschieht in der Regel in enger Zusammenarbeit mit Behörden, Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen.

Das IUTA ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb der IHK und verfügt über eine Zulassung als Prüfstelle im Sinne der TA Luft 5.4.8.10.3 und 5.4.8.11.3. Der nach 4. BImSchV genehmigte Zerlegebetrieb ist für Elektronikschrott gemäß Entsorgungsfachbetriebeverordnung zertifiziert und gelistete EAR-Erstbehandlungsanlage.

Geschichte

  • 1989

    Gründung des IUTA

  • 1990

    Erstes Großprojekt des IUTA zur Luftreinhaltung startet

  • 1991

    Einzug in das Institutsgebäude

  • 1991

    Kreislaufwirtschaft & Recycling – Einrichtung eines Zerlegebetriebs

  • 1992

    Ab 1992: Messtechnik und Spurenanalytik von hochtoxischen Substanzen

  • 1996

    IUTA patentiert eine Filterentwicklung zur Abscheidung von Quecksilber

  • 1996

    IUTA-Messstelle

  • 1997

    Zytostatika-Sicherheitswerkbänke

  • 2000

    IUTA-Bereich Luftreinhaltung & Filtration: Aufbau erster Prüfstände

  • 2001

    Versuchsanlage zur CO2-Abtrennung (CCS-Technologie)

  • 2001

    EU- und BMBF-Forschungsprojekte zu den Thmen Feinstäube und nachhaltige Nanotechnologie

  • 2006

    Errichtung eines Technikums im IUTA-Bereich Wasser-Prozesstechnologien und -Aufbereitung (heute: Ressourcen & Recyclingtechnik)

  • 2008

    Eröffnung des Bereichs Nanomaterial-Synthese & Prozesstechnik (heute: “Partikelprozesstechnik & Charakterisierung”)

  • 2011

    Auszeichnung des IUTA als “Ort des Fortschritts”

  • 2011

    Errichtung der ZF3-Halle (Bereich: Luftreinhaltung & Filtration)

  • 2014

    Gründung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF)

Zahlen & Fakten

Vorstand:

Prof. Dr.-Ing. Dieter Bathen (Wissenschaftlicher Leiter)
Vertretungsberechtigt gemäß § 26 BGB:
Dr.-Ing. Stefan Haep (Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer)
Dipl.-Ing. Jochen Schiemann (stellv. Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer)

Kennzahlen

Mitarbeiter/-innen: ca. 120

Büro- und Laborflächen: 2.680 m²

Technikumsflächen: 5.200 m²

Umsätze: 8 – 10 Mio. € pro Jahr

Projekte: ca. 70 – 80 in Bearbeitung

Anerkennungen/Zertifizierungen

Anerkennung als Ausbildungsbetrieb der IHK

Genehmigter Zerlegebetrieb für Elektronikschrott nach 4. BImSchV

Zertifizierung nach Entsorgungsfachbetriebeverordnung

Vernetzung

An-Institut der Universität Duisburg-Essen

Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen

Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft

Das Prüflaboratorium ist entsprechend DIN EN ISO/EC 17025:2005 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) akkreditiert. Die Akkreditierung gilt nur für den in der Urkundenanlage D-PL-19759-01-00 aufgeführten Umfang.