Plas4Plas

Plasmaunterstütztes Recycling von glasfaserverstärkten Kunststoffen

Gefördert durch die VolkswagenStiftung

Status & Laufzeit

Bewilligt 01.08.2025 – 31.07.2029

Partner

INP – Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V., Greifswald

TU Bergakademie Freiberg, Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, Abteilung Plasma-gestützte Konversion

Zusammenfassung

Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) stellen aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung hohe Anforderungen an die Recyclingbranche. Derzeit werden GFK-Abfälle überwiegend deponiert, energetisch verwertet oder als Füllstoff in der Zementindustrie eingesetzt. Um Materialien wie GFK, die beispielsweise in großen Mengen bei ausgedienten Rotorblättern von Windkraftanlagen anfallen, wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt und wirtschaftlich nutzbar zu machen, sind spezielle Recyclingmethoden erforderlich. Diese können die Grundlage für den Aufbau einer nachhaltigen Industrie bilden.

Eine der vielversprechendsten Methoden zur Verwertung schwer recycelbarer Verbundmaterialien ist die Plasmavergasung. Das Ziel des Projekts „PLAS4PLAS“ ist es, die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Plasmavergasung für GFK zu untersuchen. Hierzu wird der Prozess gezielt an die spezifischen Anforderungen von GFK angepasst und seine technische Umsetzbarkeit im Labor- und Pilotmaßstab demonstriert.

Im thermischen Plasma werden die enthaltenen Polymere in Synthesegas umgewandelt, während die Glasfasern in Form von Schlacke abgeschieden werden. Durch die allotherme Prozessführung soll ein emissionsfreies und rückstandsloses Recyclingverfahren entwickelt werden. Dabei wird untersucht, ob die erzeugten Sekundärrohstoffe eine ausreichend hohe Qualität aufweisen, um im Sinne eines Cradle-to-Cradle-Kreislaufs als Ausgangsstoffe für neue chemische Produkte genutzt werden zu können.

Förderhinweis

Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung gefördert.