AiF-FV-Nummer 46 ZN

Imprägnierung mikroporöser Substanzen aus der überkritischen Phase


Status & Laufzeit

Abgeschlossen: 01.04.2001 bis 31.03.2003

Forschungsstellen

Zusammenfassung

Die Imprägnierung von Aktivkohlen unter Verwendung von überkritischem Kohlendioxid konnte beispielhaft an industriell relevanten Chemikalien gezeigt werden. Die Härten der Produkte liegen deutlich über denen aus ethanolischer Lösung konventionell imprägnierter Adsorbentien. Anwendungsmöglichkeiten liegen in der Herstellung geträgerter Katalysatoren und neuartiger - da mechanisch stabiler - Spezialadsorbentien zur Gas- und Flüssigkeitsreinigung. Die Porenradienspektren von Aktivkohlen konnten durch überkritische Imprägnierung und nachfolgende Pyrolyse im Bereich der Makroporen verengt oder zu kleineren Porenradien hin verschoben werden. Es kann erwartet werden, dass eine Weiterführung dieser Arbeiten zur gezielten Herstellung hochpreisiger mesoporöser Aktivkohlen z.B. für Kfz-Benzindampfrückgewinnungssysteme führt. Es wurde gezeigt, dass sich durch überkritische Imprägnierung von Aktivkohlen mit Arzneistoffen Retardarzneimittel herstellen lassen, welche einen beträchtlichen Anteil der Wirkstoffe über einen Zeitraum von 6 Stunden in physiologisch relevanten Milieus in definierter Weise wieder freisetzen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann nun die F&E hin zu konkreten aktivkohlebasierten Retardarzneimitteln erfolgen. Das Ziel des Vorhabens wurde erreicht.

Förderhinweis

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Dokumente