AiF-FV-Nummer 308

Sustainable Recycling of Plastics using Flax


Status & Laufzeit

Laufend: 01.09.2021 bis 31.08.2023

Forschungsstellen

Zusammenfassung

Der Anstieg der Weltbevölkerung führt zu einem Verbrauch an natürlichen Ressourcen, der über den regionalen und weltweiten Tragfähigkeiten liegt. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, setzen viele Regierungen derzeit in ihrer Politik bioökonomische Ziele. Mit dem Fokus auf diese Ziele ist es zwingend erforderlich, dass neue Produkte und Produktionsprozesse Abfallstoffe als Ressource betrachten. Das übergeordnete Ziel des RePlaFlax-Projekts ist die Entwicklung einer nachhaltigen thermoplastischen Verbindung für die Kunststoffverarbeitung (z.B. Spritzguss) aus zwei verschiedenen Abfallströmen. In dem Projekt werden die Stiele des Flachses (Öllein) als Input aus landwirtschaftlichen Abfällen betrachtet. Recycelte Polymere oder biobasierte Kunststoffe sind der Input für die Polymermatrix. Die Kombination der beiden Materialströme führt zu einer neuen, nachhaltigen, naturfaserverstärkten thermoplastischen Verbindung. Die im Projekt entwickelten Methoden und Verfahren können später auf einen viel breiteren Rohstoffbereich und ein breiteres Anwendungsgebiet anwendbar sein. Das vorliegende Projekt wird neue Märkte erschließen und neue Produkte für die verschiedenen Akteure ermöglichen. Derzeit basieren die Einnahmen der Ölleinanbauindustrie ausschließlich auf der Menge an Leinsamen, die sie produzieren. Die faserhaltigen Ölleinstiele haben keinen oder nur geringen Mehrwert für den Landwirt. Eine analoge Situation ergibt sich für die Stängel aus textilem Flachs, die nicht den hohen Qualitätsanforderungen für textile Anwendungen entsprechen. Die Verwendung der Flachsstängel in Kunststoffrecyclaten und Biokunststoffen führt zu einem neuen nachhaltigen Material mit besseren Eigenschaften. Dies wird den Kunststoffrecyclern und Kompositherstellern neue Märkte erschließen. Aufgrund seines hohen mechanischen Leistungs-/Kostenverhältnisses wird der neue Werkstoff eine stärkere Marktposition einnehmen und mit höherwertigen Neuwaren konkurrieren können.

Förderhinweis

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.