AiF-FV-Nummer 19977 N

Verhalten von Adsorptionsfiltern und -medien für die Raumlufttechnik gegenüber innenraumrelevanten Schadstoffen während der Betriebsdauer


Status & Laufzeit

Laufend: 01.02.2018 bis 31.12.2020

Forschungsstellen

Zusammenfassung

Ziel des geplanten Vorhabens ist es, folgende drei Fragenkomplexe im Zusammenhang mit adsorptiven Raumluftfiltern wissenschaftlich zu untersuchen: 1. Wie verhält sich die Adsorption von innenraumrelevanten VOCs an Raumluftfiltern im Vergleich zu der von Toluol? 2. Welchen Einfluss hat die Alterung auf die Filter während der Betriebszeit und ist es möglich, die Alterung künstlich zu erzeugen? 3. Inwieweit ist es möglich, die Filter in situ zu regenerieren? Zur Beantwortung der Fragen werden an den Versuchseinrichtungen der beiden Forschungsstellen Durchbruchsversuche mit den ausgewählten Testsubstanzen an gebrauchten, typgleichen neuen und künstlich gealterten Raumluftfiltern und Medien durchgeführt. Begleitend werden die verwendeten Sorbentien hinsichtlich ihrer Eigenschaften charakterisiert. Die Projektergebnisse sollen Antworten auf die aufgeführten Fragen liefern und durch Wissenstransfer das Prozessverständnis sowohl für Hersteller als auch für Nutzer weiter vertiefen. Für die Hersteller, insbesondere die KMU, kann das zu einem Wettbewerbsvorteil auf dem internationalem und expandierenden Markt adsorptiver Filter führen. Führen die Projektergebnisse, wie angestrebt, zu einer Weiterentwicklung der DIN EN ISO 10121 in Richtung weiterer Vergleichsparameter, profitieren die Hersteller qualitativ höherwertiger Produkte. Da die Anwendungsmöglichkeiten von adsorptiven Raumluftfiltern vielfältig sind, ist auch der potenzielle Nutzerkreis entsprechend groß und stammt aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen mit den entsprechenden Anteilen an KMU. Werden die Nutzer durch die Kenntnis von Stärken und Schwächen adsorptiver Filter sowie den Vergleich von normativen Tests mit realistischeren Bedingungen in die Lage versetzt, die Filter effizienter und nachhaltiger einzusetzen, erlangen sie eine größere Anwendungssicherheit unter anderem im Hinblick auf die Filterstandzeit. Das trägt im Endeffekt auch zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Energieeinsparung bei.

Förderhinweis

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Dokumente