Nachrichten: 01.07.2016 – 31.12.2016 > 1. IUTA-AnalytikTag

Multidimensionale Trenntechnik auf Basis der Flüssigkeitschromatografie –
1. IUTA-AnalytikTag

Am 4. November 2015 wurde zum ersten Mal der IUTA-AnalytikTag durchgeführt, an dem mehr als 90 Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft teilnahmen. Die Veranstaltung widmete sich schwerpunktmäßig dem Themenkomplex der multidimensionalen Trenntechnik auf Basis der Flüssigkeitschromatografie und war dabei eng an ein im Oktober gestartetes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung angelehnt (IGF 18861 N, TRENN-DEKT4). Dies schließt auch aktuelle Entwicklungen im Bereich der Detektionstechnik, wie z. B. der Ionenmobilitäts-
spektrometrie und der hochauflösenden Massenspektrometrie ein. Parallel zur Vortragsveranstaltung mit Workshopcharakter konnten sich die Teilnehmer im Rahmen einer Ausstellung über die aktuelle Generation von Analysengeräten informieren. Unternehmen aus dem Bereich der Analysentechnik wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Produkte sowohl anhand eines Kurzvortrags als auch über die direkte Präsentation an einem Ausstellungsstand vorzustellen.

Ein gemeinsamer Vortrag von Dr. Thorsten Teutenberg (IUTA) und Prof. Dr. Oliver Schmitz (Universität Duisburg-Essen) bildete den Auftakt der Veranstaltung. Dabei gaben die beiden Projektleiter einen Überblick über die auf dem Gebiet der multidimensionalen Trenntechnik geleisteten Vorarbeiten und gingen davon ausgehend auf konkrete Arbeitsschwerpunkte des aktuellen Forschungsvorhabens ein. Im Anschluss daran wurde den Geräteherstellern die Möglichkeit gegeben, den Teilnehmern einen Überblick über kommerziell verfügbare Systemlösungen zu vermitteln. Dies umfasste im Wesentlichen den Bereich der zweidimensionalen Flüssigkeitschromatografie als auch die neue Form der Hybrid-Massenspektrometer, die über eine integrierte Zelle für die Ionenmobilitätsspektrometrie verfügen. Theoretisch ist es somit also möglich, ein vierdimensionales Trenn- und Detektionssystem aufzubauen, was das erklärte Ziel des aktuellen IGF-Projektes ist.

Der Tag wurde durch drei Vorträge aus der Industrie und Wissenschaft abgerundet. Den Auftakt machte Dr. Matthias Pursch von der Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH. In seinem Vortrag ging er schwerpunktmäßig auf die Bedeutung der zweidimensionalen Chromatografie für die Analyse komplexer Proben ein. Im Anschluss daran referierte Dr. Karl Schmeer (Grünenthal GmbH) über das Thema der zweiten Dimension aus Sicht des Metabolikers. Dabei setze er sich kritisch mit den Möglichkeiten und Grenzen der Ionenmobilitätsspektrometrie auseinander. Den Abschluss bildete Dr. Andreas Thomas (Deutsche Sporthochschule Köln), der eindrucksvoll darlegen konnte, wie wichtig die Nutzung hochspezialisierter Trenn- und Detektionstechnologien im „Kampf gegen Doping“ ist.

Aufgrund der positiven Resonanz vieler Teilnehmer wurde beschlossen, im nächsten Jahr erneut einen AnalytikTag auszurichten. Die Planungen für den zweiten AnalytikTag sind bereits angelaufen. Er wird voraussichtlich am 2. November 2016 stattfinden und soll unter das Schwerpunktthema „Miniaturisierung und Chip-Technologien“ gestellt werden.