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Elimination von Spurenstoffen

Verfahrenskonzept zur kontinuierlichen Gegenstromadsorption soll eine kosteneffiziente Lösung für die Mikroschadstoffelimination im Kläranlagenablauf bieten

Die Kontamination von Grundwässern, stehenden und fließenden Gewässern mit human- und ökotoxikologisch relevanten Mikroschadstoffen ist ein ein aktuelles Problem der heutigen Gesellschaft. Einen Haupteintragspfad für diese Stoffe in die Gewässer stellen kommunale Abwässer und der Kläranlagenablauf dar, da die Elimination dieser Mikroschadstoffe mit der derzeit installierten Klärtechnik nur unzureichend stattfindet. Zur Lösung dieser Problematik ist für die Wasserwirtschaft eine aktive und nachhaltige Lösungsstrategie erforderlich.

Von dem Industrieunternehmen Blücher wird zusammen mit IUTA die Entwicklung und Umsetzung eines innovativen Verfahrens für die kosteneffiziente Elimination von Spurenstoffen angestrebt. Dieses basiert auf der Adsorption in einem Gegenstromprozess gekoppelt an eine kontinuierliche in situ Reaktivierung des Adsorbens vor Ort. Das Adsorbens wird benetzt, durch den Adsorber geleitet und beladen einem Trocknungs- und Reaktivierungsprozess zugeführt.

Um das Projektziel zu erreichen, werden von den Projektpartnern Untersuchungen zur Entwicklung und Systemintegration von Teilprozessschritten in Hinblick auf die technische Funktionalität und die Möglichkeiten des späteren Scale-ups durchgeführt. Dazu wird im IUTA eine Versuchsanlage betrieben.

Die regeltechnische Optimierung sowie die Überprüfung der Funktionalität werden an einem Demonstrator im Technikumsmaßstab durch­geführt. Die Reinigungsleistung wird sowohl mit einem definierten Versuchswasser als auch im Feldtest bei einem späteren Anwender untersucht.

Mit diesem Ansatz sollen die einzusetzenden Adsorbentienmengen reduziert sowie die Transport-aufwendundungen vermieden werden. Mit dem Einsatz von abriebfesten Hochleistungsadsorbentien soll damit ein innovatives Verfahren angeboten werden können, welches die energie- und kosteneffiziente Elimination von Mikroschadstoffen ermöglicht.